Mittwoch, Juli 08, 2009

Rösti statt Pasta!

Was im letzten Jahr noch mehr ein traumhafter Gedanke war, ist bei den Glocks in diesem Jahr zu einem denkwürdigen Traum geworden: der Aletsch-Halbmarathon.
Nachdem wir am Samstag mit unserem Käfer über den Grimselpass gefahren sind, und dort bei frostigen Temperaturen und dichten Wolken ein Aufwärmpäuschen eingelegt haben, hat uns das Goms mit Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen begrüßt. Am Abend gab's statt Pasta Rösti und dann ab in's Bett und vom schönen Lauf geträumt.
Sonntag, 28. Juni, 6.00 h strahlt der Himmel in seinem schönsten blau und die Sonne lässt die schneebedeckten Berge in der Ferne glänzen. Da gibt es nur eins: per Seilbahn hoch zur Bettmeralp, dem Start auf 1950 m Höhe. Da sind wir leider nicht allein ... Fast alle 1800 gemeldeten Läufer haben sich wohl zur gleichen Zeit hier verabredet. Einen Vorteil hat's: man kann in der Gondel nicht umfallen.
In der Bergstation dann lustiges Gewusele, aber ohne jede Hektik. Die Marathonmesse besteht aus einem großen Tisch mit ein paar unterschiedlichen Trinkgurten, diversen Power-Riegeln und einem Stand des Hauptsponsors Adidas. Draußen schmieren alle nochmal, mal Sonnencreme, mal Sportgel, der Moderator mahnt alle fünf Minuten in vier Sprachen auf der Strecke genug zu trinken.
Dank der Aufteilung in 6 (in Worten: sechs!) Startblocks, die mit einem Abstand von 5 Minuten starten, gibt es kein Gedrängele und der Start ist alles andere als hektisch. Andreas startet bei den "gelben" fünf Minuten vor mir, der "orangen" Gruppe. Bei 18 °C im Schatten und gefühlten 28 °C in der Sonne geht's erst ein Stück durch's Dorf, wo die Frühstücksgäste in den diversen Cafès die Läufer engagiert anfeuern. Dann schon nach 300 Metern ab in die wunderbare Landschaft, über Stock und Stein, Wiesen und durch Wald, vorbei an einem Alphornbläser,

einem Akkordeonspieler und immer wieder Wanderern, die es gar nicht glauben können, dass es Menschen gibt die "ihre" Strecke rennen.
Dann nach 15 km der erste Blick auf den Aletschgletscher.
Da muss man einfach erstmal stoppen und staunen. Dann immer auf dem Bettmergrad lang, der immer wieder den Blick auf den Aletsch frei gibt.


Allerdings hat man auch schon das Ziel in 2700 m Höhe deutlich vor sich: das Bettmerhorn. Dieser Blick offenbart allerdings auch, wie weit es noch in die Höhe geht. Die bunte Schlange von Läufern lässt keine Illusion aufkommen: da müssen wir hoch!

Dank fleißiger Helfer müssen wir nicht durch Schneefelder laufen, aber der geräumte Schnee am Rand bietet Platz, mit Steinen Motivationssprüche zu schreiben.



Und dann das 21km-Schild; Andreas schafft es noch, diese letzten Meter zu laufen, Ich kann mich nicht mehr überwinden, vom Gehen auf's Laufen umzuschalten. Außerdem nimmt mir der Rührungskloß im Hals wieder die Luft und ein paar Freudentränen fließen auch als ich Andreas im Ziel entdecke. Das mit dem schönen Zielfoto gibt mal wieder nix, weil ich am Heulen bin....

Kaputt , aber überglücklich liegen wir uns in den Armen und sind uns gleich sicher: nächstes Jahr wieder!

Samstag, Juni 20, 2009

Über Eisenmänner, Brass Monkey’s Balls und Christoph’s Schloss Triathlon in Beuggen

Text und Fotos von Biggi Duval

Ja,ja, die Eisenmänner. Ganz so hart sind sie doch nicht. Nämlich dann, wenn es um Wassertemperaturen geht. Da liest man auf Facebook, dass sich Christoph einen Tag vor dem Schloss-Triathlon in Beuggen auf den Weg macht um den kleinen Zeh ins Rheinwasser zu hängen. Nur um zu testen, was er eigentlich schon wusste: Dass das Wasser kalt sein würde. Ziemlich kalt. So kalt, dass Christoph vermutete, es würde “bloody cold” sein. Ein wenig später erscheint ein neuer Eintrag auf Facebook. Dass das Rheinwasser “cold like a brass monkey’s dick” ist. Also noch kälter als “bloody cold”. Auf deutsch gesagt, also Arschkalt ist.

Der Sonntag bescherte gutes Wetter, der Rhein hatte 16 Grad und eine ziemlich flotte Strömung. So kam Christoph mit neuem Speedrekord ans Land und wechselte fliegend auf’s Bike. Zweimal 20 Kilometer standen auf dem Programm und das Support-Team gab alles, um ihn nach Kräften zu unterstützen. Perfekt für die Fans: Alles war gut innerhalb weniger Minuten zu erreichen, so dass sie Christoph nach dem Biken lauthals anfeuerten, als er auf die 10-Kilometer Strecke ging. In nur 49 Minuten spulte er die Strecke ab und Tiffany, Gaby, Ronald, Yvonne, Axel und Biggi feierten begeistert seinen Zieleinlauf.

Unter den Fans brach Triathlon-Fieber aus. Gerüchten zufolge ist Yvonne bereits am Ausklügeln für die Staffel-Besetzung im nächsten Jahr.
Nach dem obligatorischen Erdinger Alkoholfrei wechselte man die Location und feierte bei Pasta und Vino privat weiter.
Für Christoph war’s ein toller Event, den er richtig genießen konnte. In vier Wochen wird’s dann ernst - bei Zürich Ironman! You Go Christoph! Herzlichen Glückwunsch und bleib weiter so fit!




Mittwoch, Juni 03, 2009

HH-Marathon-Splitter von Andreas

"Siegerin" dieses HH-Marathons ist für mich Ursel,


denn sie hat auf ihren Körper gehört und ist bei km 29 ausgestiegen ... oder anders ausgedrück: sie war mit dem Marathon schon nach 29 km fertig ;-)
Böse Zungen behaupten sie wollte sich im Rotkreuz-Zelt nur von jungen Zivis verwöhnen lassen....





Was mich besonders gefreut hat ist, dass Stefan diesmal ohne Probleme durchgekommen ist und auch noch eine respektablen Zeit gelaufen ist ... nachdem er im letzen Jahr die Medaille vollgekotzt hatte...
Bei den beiden war es diesmal umgekehrt wie sonst: Jutta hatte Mühe Stefan hinterher zu eilen.
Unser Ostimport Sabine war dank dem Gläschen Rotwein und eigen angereister Fangruppe wieder top in Form. Da konnten die beiden Heikes einfach nicht mithalten. Beide haben, glaube ich, ein wenig gekämpft, dennoch waren sie auch bei km 36 vom Fotografen noch zu einem Lächeln zu bewegen

Tja und Werner war einfach zu schnell, so dass es von ihm am km 36 leider kein Foto gibt.








Willi war wie immer nicht ausgelastet, so dass er seine überschüssige Energie bei der Abendveranstaltung verheizen musste und die ganze Mannschaft bis zum Bauchweh zum Lachen gebracht hat.

Es war also mal wieder eine runde Veranstaltung, an die sich alle sicher noch lange erinnern werden.

Freitag, April 24, 2009

Durch die Reben


video

Mittwoch, April 15, 2009

Wird hoffentlich bald real: Der Sommernacht-Lampionlauf um G5

Eimeldingen (bcm). „ Benutzt euer Talent für andere – das macht unheimlich viel Freude,“ sagte Ultra-Marathonläufer Albert Martens zum Abschluss seines Vortrags im Café Tagtraum. Prompt wurde die Anregung aufgegriffen und eine Idee war geboren: Die Laufgruppe „feg-runners“ will einen Sommernachtslauf mit Lampions organisieren.

Albert Martens läuft - nicht nur, weil ihm Laufen Spaß macht, sondern weil er mit seinen Ultra-Langstreckenläufen anderen Menschen helfen kann. Für eine kanadische Hilfsorganisation konnte er mit Hilfe von Sponsoren mehrere Brunnenprojekte in Afrika finanzieren.
Die Anregung von Martens, es doch selbst einmal mit einem Sponsorenlauf zu versuchen, wurde von Uwe Langner spontan aufgegriffen. „Wir werden rund ums G5 einen Sommernachtslauf mit Lampions organisieren.“
Eine Laufrunde könnte 500 Meter Länge betragen und sogar mitten durchs Foyer des G5 führen, erklärte der Initiator der Laufgruppe „feg-runners“ . Für jede absolvierte Runde könnte dann ein Euro oder mehr gespendet werden.

Noch steckt die Idee in den Anfängen. Es soll laut Angaben von Uwe Langner ein Lauf werden, an dem jeder teilnehmen kann. Im Vordergrund soll der Spaß an gemeinsamer Bewegung stehen. Die erlaufenen Gelder können für ein Brunnenprojekt gespendet werden. „Beim Laufen hat man Durst und das passt genau, wenn wir damit einen Brunnen in einem Land finanzieren können, in dem das Trinkwasser knapp ist,“ erklärt Uwe Langner.

Nun gilt es Kontakte zum Bürgermeister und anderen Anliegern aufzunehmen. Für den Streckenverlauf sieht Uwe Langner keine Probleme. „Um das G5 haben wir keinen öffentlichen Verkehr.“ Zusammen mit den Läufern der Laufgruppe möchte er ein Organisationsteam auf die Beine stellen, damit die Idee umgesetzt werden kann. Ob der Lauf noch in diesem oder erst im nächsten Jahr stattfinden kann, wird sich zeigen. „Das hängt jetzt von der Organisation ab.“

Ultra-Marathonläufer Albert Martens im Cafe-Tagtraum


Eimeldingen (bcm). Wer 3000 Dollar Startgeld bezahlt, um bei einem Ultra-Marathon jeden Tag höllische Schmerzen zu ertragen, der muss schon ein wenig verrückt sein. Albert Martens ist so ein Verrückter. Am Dienstagabend berichtete er im Café Tagtraum von seinen Erlebnissen beim Wüstenmarathon in Marokko.

In sieben Tagen 230 Kilometer durch die Sahara, das ist der„Marathon des Sables“ – der Sandmarathon , der zu den härtesten Langstreckenläufen weltweit zählt. Der ehemalige Geschäftsführer der Black Forest Academy Kandern stellte sich vergangene Woche bereits zum vierten Mal dieser Herausforderung. Vor rund 100 Zuhörern berichtete er über unmenschliche Strapazen und wie nah Triumph und Scheitern beieinander liegen. Im Jahr 2000 führte der Sand in seinen Schuhen zu gefährlichen Blutblasen. Beim Lauf 2006 wurde ihm ein Tütchen Silicon zum Verhängnis: Martens verwechselte in der Dunkelheit das Siliconpäckchen, das sich in einem Fertigessen befand, mit in mit einer Gewürzmischung. Der Magen spielte nicht mehr mit und Martens war aus dem Rennen. Nur einmal, im Jahr 2001 schaffte er den Lauf.

In diesem Jahr wurden die Läufer mit einem Element konfrontiert, das man eigentlich nicht in der Wüste vermutet. Es regnete so stark, dass 840 Läufer samt Mitarbeiter und Ärzten – über 1200 Menschen –aus der Wüste in Hotels evakuiert werden mussten. Drei Tage saßen alle im Hotel fest. „In dieser Zeit haben sich viele Bakterien einfangen, weil das Essen nicht sauber war,“ berichtete Albert Martens. Er selbst blieb nicht verschont. Während der zweiten Rennetappe wurde ihm schwindlig. Martens kollabierte. Ein anderer Läufer eilte zu Hilfe, schoss eine Leuchtrakete ab. Mit fatalen Folgen: Durch den Regen war die Rakete beschädigt und explodierte förmlich. Während ein Teil in den Himmel schoss, traf der andere den zu Hilfe eilenden in den Bauch. Glücklicherweise waren Rettungskräfte schnell zur Stelle und beiden konnte geholfen werden. Nach stundenlangem Schüttelfrost und Infusionen stand fest, dass Martens aus dem Rennen, dafür glücklicherweise außer Lebensgefahr, war.

Warum macht man so etwas eigentlich? „Wenn es schmerzt, spielt es keine Rolle, welche Hautfarbe du hast, da ist man füreinander da,“ erklärte der 61-Jährige. Und: „Wir können viel mehr leisten, als uns bewusst ist, das sei oft nur eine Sache der Einstellung.“ Martens ist überzeugt, dass selbst wer glaubt, er habe sein Bestes gegeben, nur 50 Prozent seiner Reserven eingesetzt hat. Wer die anderen 50 Prozent ausschöpfen will, gehe zwar ein Risiko ein, aber darin stecken auch die Möglichkeiten, so Martens.

Für den gläubigen Christ steckt im Laufen auch seine Motivation, anderen zu helfen. Und das trotz des nicht vollendeten Laufs. Gemeinsam mit seinen Laufpartnern hat er beim „Marathon des Sables“ für die Hilfsorganisation „Global Aid Network“ insgesamt 21.000 kanadische Dollar erlaufen. Mit dem Geld können drei Brunnenprojekte in Afrika verwirklicht werden. „Meine Blasen gehen nach drei Tagen wieder weg, aber die Kinder in Afrika leben mit dem täglichen Problem des unsauberen Wassers,“ sagt Martens. Zum Ende gab er den Zuhören die Anregung mit auf den Weg, es selbst einmal mit einem Sponsorenlauf zu versuchen. „ Benutzt euer Talent für andere – das macht unheimlich viel Freude.

Freitag, April 10, 2009

Trainieren wie die Profis - Laufcamp an der Algarve mit Runner’s World

Bericht von Werner und Heike Braun


Anfang März nahmen wir (Heike und Werner) an einem tollen Laufcamp in Portugal teil. Es war von der Zeitschrift Runner’s World angekündigt und wurde u.a. von einem der Redakteure, Martin Grüning, und einer personal Trainerin, Sonja von Opel, durchgeführt.

Während man in unseren Breitengraden noch Schnee wegräumte, konnten wir bei Temperaturen um die 20°C und darüber durch die Pinienwälder und am Strand entlang unser Laufprogramm absolvieren.

Bereits am Flughafen in Frankfurt konnte man beim Einchecken einigen anderen Fluggästen ansehen, dass sie wohl das gleiche Ziel wie wir haben (wir haben dabei vor allem auf die Schuhe geschaut, einige hatten vermutlich ausgediente Laufschuhe an den Füßen) und man machte sich schon im Flugzeug mit einigen bekannt. Bald waren unsere Bedenken, dass es sich bei den Teilnehmern nur um Laufprofis handeln könnte, verflogen.

Nach der Ankunft in Lissabon mussten wir erst eine 4stündige Busfahrt zu unserem Hotel in Monte Gordo an der Algarve hinter uns bringen, konnten dabei aber doch etwas von der schönen, gepflegten Landschaft kennen lernen.
Nach der Ankunft im Hotel und dem Bezug unserer Zimmer stellte sich unser Trainer- und Betreuerteam Martin, Sonja und Katharina vor und gleich war schon der erste ‚Lauf in den Sonnenuntergang’ geplant. Endlich wieder in kurzen Laufklamotten ging es durch den Pinienwald in Richtung Strand zu einer lockeren Trainingseinheit.

Am zweiten Tag wurde unsere maximale Herzfrequenz ermittelt, dazu ging es in ein im nächsten Ort gelegenes Leichtathletikstadion, in dem sich auch immer wieder deutsche Spitzensportler zum Training einfinden.
Dieser HF max.-Wert wurde uns danach immer wieder in Erinnerung gerufen, wenn es darum ging, einen ruhigen, langsamen, lockeren oder Tempodauerlauf durchzuführen.
Krafttraining und Stretching waren auch wichtige Trainingseinheiten und auch die machten Spaß, wenn man dabei am Strand im Sand liegt und das Meeresrauschen hört.


Am Montag stieß dann Ex-Olympiasieger Dieter Baumann für zwei Tage zu uns und scheuchte uns gleich bei einem Zirkeltraining durch den Sand.

Am Abend gab es dann ein bisschen Theorie und er erzählte uns aus seinem bewegten Läuferleben. Auch an der Bar bei einem Bier gab es noch die eine oder andere Anekdote zu hören.

Laufstilaufzeichnung und ein langer Lauf (2 oder 3 Runden à 10km) waren weitere Programmpunkte. Nach einem etwas ruhigeren Tag am Donnerstag gab es am Freitagvormittag einen Wettkampf über 5km. Dabei stellte sich heraus, dass die meisten ihre am Abend zuvor prognostizierte Zeit unterboten haben. Somit konnten am letzten Abend alle ihre Urkunden als ‚Laufprofi’ in Empfang nehmen.

Vor der Abreise am Samstagvormittag gab es am frühen Morgen einen letzten Lauf in den Sonnenaufgang, bevor es schon wieder zurück nach Hause ging.
Im Nachhinein können wir eine solche Woche jedem Laufbegeisterten empfehlen. Es wurde jede Leistungsstufe – von der Einsteigerin Gerda mit Berliner Schnauze bis zu dem superschnellen Rainer mit 2:45h-er Marathonzeit – berücksichtigt und das Trainerteam hatte für alle ein offenes Ohr und gute Tipps parat, sei es nun was Laufschuhe, diverse Wehwehchen oder verschiedene Trainingseinheiten anbetrifft. Die Woche war eine runde Sache, gibt viele Anregungen und Motivation für unser regelmäßiges Training sowie die demnächst anstehenden Wettkämpfe und hat uns super Spaß gemacht!

Samstag, April 04, 2009

Mit 180 am Start in Freiburg

Irgendwie hat mich der Freiburg Halbmarathon ja schon gereizt. Eigentlich so richtig erst seit Anfang des Jahres, als immer mehr die Werbetrommel dafür gerührt wurde. Aber da war ein nicht unerhebliches Problem. Mein rechtes Knie hat es seit April 2008, direkt nach dem HH Marathon, nicht mehr zugelassen, grössere Distanzen als 8 km zu laufen. Genauer gesagt, ich hab es nicht mehr zugelassen. Dann Mitte März wollte ich es wissen und hab die Schallmauer erstmals wieder durchbrochen. 14 km, 250 Höhenmeter und die Schmerzen im Knie waren nicht mehr oder weniger wie nach 8 km. Also, geht doch!
Beim gemeinsamen Wasserdüsenmassieren im Thermalbad, hab ich dann Willi von meinen Plänen berichtet und dass ich echt Lust hätte ihn in Freiburg zu begleiten. Der von mir ausgesprochene Grund hierfür war, wir können ja versuchen die 2 Stunden zu unterbieten. Willi hat natürlich, bescheiden wie er ist, den Ball flach gehalten.
Das Wetter für Sonntag war als ideal vorausgesagt und um 14 h haben wir uns im Startblock etwas hinter dem Ballon für die Endzeit 2:00:00 Stunden plaziert.
Willi hatte auf seiner Uhr einen Puls von 180, was mich schon etwas besorgte, aber er meinte ganz cool, dass er gar kein Brustgurt trägt und es der Puls von einem Nachbarn sein muss. Also haben wir uns um diesen Läufer gesorgt, aber konnten so vom rein Äußerlichen niemand ausmachen. Dann hab ich Willi den Pulssensor meiner Uhr hingehalten, um mal zu sehen wie es bei ihm aussieht.
60. Willi hatte also einen Puls am Start, der sogar 12 Schläge geringer als sein Alter war. Respekt. Ich hab dann heimlich auch meinen Puls gemessen und der war direkt wie das Alter von Willi. Aber es war tätsächlich mein Finger. Naja, das fängt ja toll an.
Wir sind dann, nachdem endlich auch wir ins Rennen geschickt wurden, erst mal locker losgelaufen und haben das gemacht, was wir immer machen, uns aufgeregt dass da wieder Läufer unterwegs sind, die sich besser bei Ballon Endzeit 2:45:00 eingereiht hätten.
Nach 6 km kam dann so dieses Wohlgefühl warm zu sein und es locker rollen zu lassen. Meine Hochrechnung sagte aber, wenn wir es weiter so rollen lassen, können wir 2 Stunden nicht unterbieten. So unterbreitete ich Willi einen Schlachtplan wie wir die verloren gegangene Zeit von 3:30 Minuten wieder aufholen können. Er nickte ein und benutzte das weisse Taschentuch, das er bei jedem Lauf in seiner linken Hand hält. Willi ist da voll ein Vorbild und rotzt nicht einfach auf den Boden, so wie wir es bei jedem Bundesligaspiel im TV bewundern können. So jetzt der Plan; eigentlich sehr einfach. In der Karthäuserstrasse geht es bergab, da geben wir Gas und dann am Schwarzwaldring bis nach Zähringen nutzen wir wieder das Gefälle. Der Plan klappte. Willi ging ab wie eine Rakete und ich hatte echt Mühe sein Tempo zu halten. Hab ihm das aber so direkt nicht gesagt, sondern mehr so, dass wir ruhig etwas langsamer machen können, denn wir hatten auf den letzten 5 km die verlorene Zeit bereits wieder reingeholt.
Vor lauter Schwätzen, Tempo verschärfen, Überholen, Fans begrüssen, hatte ich erst gar nicht bemerkt, dass meine Schmerzen im Knie nicht mehr vorhanden waren. Das ist doch unglaublich, man kann sich also doch gesund laufen?? Das wäre jetzt echt mal eine Frage für den Mediziner. Ob sich da nur was im Kopf abgespielt hat oder nicht, eins war auf jeden Fall real. Nach 1 Stunde, 57 Minuten und 23 Sekunden sind wir durchs Ziel geflogen.


Und eins kann man auf dem Zielfoto ganz deutlich sehen. Ich seh viel fertiger aus als Willi. Willi go ! Alles Gute für den HH Marathon 2009, für mich kommt er aber dieses Jahr nicht in Frage; auch nicht mit Werbung.

Ultra-Marathonläufer Albert Martens am 14.04.09 um 19 h im Café tagtraum


M E D I E N M I T T E I L U N G (von Biggi)


Eimeldingen. Mörderische Hitze, Gefahren durch Sandstürme und Skorpione. Ein Wettkampf quer durch die Wüste Marokkos, 812 Läufer – und doch ist jeder ganz alleine auf sich gestellt – das ist der „Marathon des Sables“, eines der härtesten Langstreckenläufe der Welt. Mittendrin ist Albert Martens, der am 14. April im Café Tagtraum im G 5 über seine Erlebnisse berichten wird.

„Sand in my Shoes“ – „Sand in meinen Schuhen“ lautet der Titel des Buches, in dem der kanadische Extrem-Läufer Albert Martens seine Erlebnisse als Extremsportler schildert. Sand dürfte dem ehemaligen Geschäftsführer der Black Forest Academy tatsächlich in den Schuhen stecken. Am 27. März startete der 61-Jährige bereits zum vierten Mal beim „Marathon des Sables“ , einem Ultra-Marathonlauf über 230 Kilometer, die es in sieben Tagen zu bewältigen gilt.
Über seine Erlebnisse, das Buch und die Motivation, sich solchen Herausforderungen zu stellen, wird er am Dienstag, 14. April um 19 Uhr im Café Tagtraum im G5, Eimeldingen, berichten. Der Abend wird von der Laufgruppe feg-sports organisiert, die alle Interessierten, Lauffreunde und solche, die es werden möchten, herzlich zu dieser Veranstaltung einladen. Der Eintritt ist frei.